Warum Schwangere oft so hundemüde sind

Sep 17, 2016 | Blog | 0 Kommentare

Kennst Du das auch? Du bist Schwanger und Dich begleitet ständig das Gefühl von Müdigkeit, Abgeschlagenheit und Lustlosigkeit? Dann hast Du vielleicht das selbe Problem wie so viele Schwangere: Eisenmangel.

Woher kommt der Eisenmangel in der Schwangerschaft?

Der Mangel an Eisen kommt daher, dass Dein Eisenbedarf in der Schwangerschaft ganz einfach höher ist als vor der Schwangerschaft. Verständlich, denn Du musst ja zusätzlich auch Dein Baby mit versorgen. Eigentlich wäre dieser erhöhte Bedarf auch kein Problem für Deinen Körper, er gleicht diesen normalerweise von ganz alleine aus. Wenn Du ihm denn alles notwendige dazu zur Verfügung stellst. Und genau hier liegt meistens auch das Problem! Was Du dagegen tun kannst, erkläre ich Dir gleich.

Und warum macht der Eisenmangel Dich eigentlich müde?

Eisen ist ganz wesentlich am Sauerstofftransport Deines Körpers beteiligt. Im Blut, genauer in den roten Blutkörperchen, sorgt es dafür, dass der Sauerstoff zu allen wichtigen Organen gelangt. Ist nicht genug Eisen vorhanden, wird auch Dein Gehirn zu wenig Sauerstoff erhalten. Und dann schaltet Dein Körper in den Sparmodus – Du wirst müde, schlaff und antriebslos. Wenn Du aber einige Tipps befolgst, kannst Du gut etwas dagegen unternehmen.

Was Dir gegen Eisenmangel hilft.

Der Schlüssel und das wirksamste Mittel gegen Eisenmangel in der Schwangerschaft liegt in Deiner Ernährung. Das ist doch schon mal prima, da Du diese ganz einfach beeinflussen kannst. Hier sind einige Ernährungstipps, die Dir gegen Eisenmangel in der Schwangerschaft helfen können:

  1. Zu Vollkornbrot Fruchtsaft trinken. Das Vitamin C aus dem Saft hilft Dir das Eisen aus dem Getreide besser aufzunehmen.

  2. Haferflocken, Amaranth oder Hirse in Wasser kochen und mit Obst mischen. Die Getreideflocken enthalten viel Eisen, das Obst das notwendige Vitamin C.

  3. Vollkornmüsli ohne Milchprodukte essen, besser mit Soja-, Reis- oder Mandelmilch. Die Kuhmilch behindert nämlich die Eisenaufnahme.

  4. Grünes Gemüse und rote Säfte (ich bin ein totaler Fan von Schwarzem Johannisbeer Muttersaft) auf den Speiseplan
    nehmen. Dies enthalten sehr viel Eisen und gleichzeitig Vitamin C. Ebenfalls gut: Getreide und rote Paprika
    kombinieren oder Salate mit Zitronensaft- Dressing anrichten

  5. Zwei- bis Dreimal wöchentlich kleine Fleischportionen essen (Rind oder Lamm). Rotes Fleisch enthält wesentlich mehr Eisen als z.B. Geflügel.

  6. Kaffee- und Teezeiten von den Mahlzeiten trennen, da das Koffein bzw. Teein die Aufnahme von Eisen hemmt

Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) definiert einen Eisenmangel (Anämie) im 2. und 3. Schwangerschaftsdrittel bei einem sogenannten Hämoglobin Wert (Hb) unter 10,5
g/dl. Diesen Wert ermittelt Dein Arzt oder Frauenarzt. Sollte sich der Eisenmangel nicht durch Ernährung beheben lassen, gibt es vom Arzt ggf. Eisentabletten verschrieben. Mein Tipp: Nimm‘ diese Eisentabletten ca. 2-3 Stunden vor der Mahlzeit mit etwas Orangensaft ein. Das vermindert Nebenwirkungen wie Verstopfung und das Vitamin C aus dem Saft macht was? Genau, es verbessert die Eisenaufnahme.

Eine eisenreiche, gesunde Schwangerschaft wünsche ich Dir!

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